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Laufrad

Ganz gleich ob man einen Dsungaren, Roborowski, Mittelhamster oder sonst eine Art hält, ein Laufrad ist für jede Hamsterart eines der wichtigsten Zubehöre. Auf ihrer Suche nach Vorräten legen Hamster in einer Nacht mehrere Kilometer zurück und diesen Bewegungsdrang müssen sie auch in der Haltung ausleben können damit sie nicht Stereotypen entwickeln und um Stress abbauen zu können. Auch der tägliche Auslauf von mindestens einer Stunde, in einem noch so großem Freilauf, oder die Möglichkeit in einer Sandkiste zu buddeln, ersetzt die Beschäftigung mit dem Laufrad nicht.
Leider sind die meisten Laufräder die man erwerben kann nicht artgerecht und schaden mehr als das sie nützen. Sie führen zu Verletzungen, Wirbelsäulenschäden und Gelenkabnutzungen. Daher sollte man einige Fakten kennen um seinem Schützling auch das richtige, sprich artgerechte Laufrad bieten zu können.

Die Größe

  • Für Zwerghamster gilt ein empfohlener Mindestdurchmesser von 25 cm (bei Chinesischen Zwerghamstern und Roborowski 20 cm)
  • Bei Mittelhamstern sind es 30 cm Mindestdurchmesser

Grund für diese Mindestgröße ist die Wirbelsäule und der Bewegungsapparat des Hamsters. In einem Rad mit kleinerem Durchmesser wird die Wirbelsäule des Hamsters zu stark durchgebogen und einzelne Wirbel zu stark belastet. Es kommt zu Abnutzung und Bandscheibenvorfällen.
Zudem kommt es zu einem unnatürlichen Bewegungsablauf bei dem der Hamster mit den Hinterbeinen nach unten und mit den Vorderbeinen nach oben „steigt“.
Ebenfalls ist nicht die Gefahr des Herausschleuderns zu unterschätzen. Was leider viel zu oft die Belustigung unerfahrener Halter hervorruft ist in Wirklichkeit alles andere als lustig. Da Hamster sehr hohe Geschwindigkeiten beim Rennen erreichen wirkt in einem zu kleinen Rad eine höhere Fliehkraft. Der Hamster wird herausgeschleudert und kann dabei Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen und innere Verletzungen erleiden.

Die Lauffläche

  • Die Lauffläche muss durchgehend geschlossen sein.

In einem Laufrad mit Metallstreben rutsch der Hamster mit seinen Pfoten durch die Streben werden sich das Rad weiterbewegt und es kommt zu Knochenbrüchen. Auch ein „Laufband“ das oft angeboten wird zum Umwickeln der Lauffläche verhindert nicht das einklemmen der Finger!

Der Aufbau und Aufhängung

  • Ein Laufrad sollte auf einer Seite komplett geschlossen sein und nur auf der Einstiegsseite offen

Dabei geht es darum zu verhindern das die meisten nicht artgerechten Räder durch ihre Metallstreben an den Seiten zu einem Schereneffekt führen und dem Hamster Verletzungen zufügen können.

Das Material

  • sollte Holz oder splitterfreies Plastik sein

Holzlaufräder können mit ungiftigen Spielzeuglack (Sabberlack) behandelt werden, da einige Hamster beim Laufen ihr kleines Geschäftchen erledigen^^
Zu empfehlen sind Wodent Wheel und Wonderland Bogie Wheel

Joggingbälle

Sind diese Plastikbälle in die man Hamster ohne ausreichende Luftzufuhr einsperren kann. Sie sind zu klein und durch das schwer zu kontrollierende herum rollen gefährlich. Der Hamster hat in diesen Dingern keinerlei Orientierung und wird panisch.
Diese Plastikkugeln sind von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz als tierschutzwidrig und gesundheitsschädlich eingestuft worden.

(Bereits auf  Tierarten.net am 17.01.2010 veröffentlicht)

Hier gibt geht es zu der kleinen Laufrad Statistik was das kleine Bärchen so runter strampelt

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