Manchmal

…wacht man mitten in der der Nacht auf und verspürt einen Hunger. Da geht man (oder auch Frau) in die Küche und sucht sich etwas zu knabbern. Und manchmal steht auch der Hamster tagsüber auf, kriecht aus seinem warmen Nest und wagt sich sogar in den Auslauf. Einfach weil er auf nichts, was er in seinen Vorräten findet, Appetit  hat.

Ganz leise und konzentriert

Ja und manchmal, hört man es dann leise rascheln. Dann sieht man nach und kann die kleine Fellkugel beobachten wie sie ihre Nase in die Streu steckt auf der Suche nach etwas leckerem.

Kleine Fellkugel

Augen zu und durch

Ganz konzentriert, denn auch kleine Hamstermänner haben einfach mal Lust auf etwas besonderes.

Ich hab' dich schon gesehen

…manchmal

Fakten

Ernüchterung. Für die alternative Stromgewinnung werde ich ihn wohl nicht einsetzten können, den kleinen Mann. Hier sind die Zahlen für die erste Nacht:

Gelaufene Strecke: 0,651 km
Gelaufene Zeit: 2 Stunden 23 Minuten
Durchschnittliche Geschwindigkeit: gemütliche 0,2 km/h
Maximale Geschwindigkeit: 0,5 km/h

Ob es wohl mehr gewesen wäre er nicht wieder in der Sandkiste herum gebuddelt hätte?

Da habe ich ihn nämlich erwischt.

Buddeln statt laufen

Ein Glück das ich nicht wirklich darauf angewiesen bin das er mir Strom liefert. Aber es wird sicher interessant die nächsten Tage die Zahlen im Auge zu behalten und dann irgendwann wenn es sich ergibt, einen Vergleich zu ziehen wie viel es ist wenn der Käfig nicht offen im Freilauf steht.

Ja bei gelaufenen zweieinhalb Stunden kommt auch die Frage auf was er die restliche Zeit über gemacht hat.

Gebuddelt, das sieht man. Auch das im Freilauf verteilte/versteckte Futter ist eingesammelt. Aber eben nicht alles. Kann man also damit den Rest der Nacht füllen?

Was macht der Hamster wenn alles schläft und sich das Rad nicht dreht?

Hamsterspielzeug Nummer 1

Natürlich darf das beliebteste Spielzeug für den Hamster (wenn man den meisten Haltern glauben will) hier nicht fehlen. Die Stopfröhre!

Ihr benötigt dafür ein Stück Rolle vom Küchenpapier oder ihr nehmt gleich das von der Klorolle. Dann noch etwas Heu oder ungebleichtes, unbedrucktes Klopapier und etwas Futter und Leckerlies.

Klopapier und Heu

Vom Prinzip her ist es das Selbe wie bei meinen Knabberhölzchen, fordert aber den Hamster auf andere Weise und zielt weniger auf seine Zähne ab.

Stopft von einer Seite das Heu/Papier bis zur Hälfte hinein und füllt dann von der anderen Seite das Futter und das Leckerchen hinein. Dann stopft es auch von dieser Seite. Fertig.

Ein einfaches Hamsterspielzeug zum selber machen

Damit kann sich euer Hamster dann eine Weile beschäftigen. Heu/Papier für das Nest sammeln und nebenbei Futter hamstern. Sehr lange hat er damit aber nicht zu tun. Vor allem bei der Papier Version.^^

Die kleine Orange

Hier gibt es exklusiv die wenigen Bilder von der  kleinen "Orange". Auch sie war eine Vorgängerin. Hübsch und schlau^^

nicht irritieren lassen von der Kamera

Und hier noch auf der Hamsterleiter. Damit konnte sie, wann immer sie wollte den Käfig verlassen. Heute geht das nicht mehr weil keiner meiner Räume so leicht zu sichern ist. Es liegen einfach zu viele Kabel herum.

Noch schnell für die Kamera posieren auf der Leiter

Die Dame nahm aber auch öfter mal den Mund zu voll…

Eine ganze Walnuss passt da rein

Dafür kommt hier ihre schöne Farbe voll zur Geltung…

Immer schön die Backen voll machen

Sie war eine von den geschickteren Hamstern die ich hatte. Konnte Hindernisse überwinden und auch den Käfig selbst öffnen.

Einfach mal praktisch denken

Kennen wir das nicht alle? Man hat gespeist und sitzt vor seinem leeren Teller und müsste den eigentlich zu Spüle tragen. Oder aber der leckere Rest müsste in den Kühlschrank.

Aber wozu die Mühe und Arbeit? Warum sich den Umstand machen und den schweren Teller transportieren? Nehmen wir uns ein Beispiel am schlauen Hamster.

Vorräte ins Nest bringen war gestern. Heute wird das Versteck zu den Vorräten gebracht.

War ein ganz ordentlicher Kraftakt die Streu da hon zu bekommen

So bleibt das Frischfutter auch schon warm und wird nicht von den anderen Hamstern geklaut denen man hier so begegnet.

Oder bin ich es etwa dem Bärchen nicht traut? Will er mir damit sagen das er noch nicht fertig ist? Das ich noch nicht abräumen darf?

Und alles schön in das Schälchen

Zumindest ist der Kleine zielsicher.

Noch eine Weidenbrücke

Heute habe ich die letzten Äste für dieses Jahr, genutzt um eine weitere Weidenbrücke zu basteln.

Die schien mir notwendig damit Schnubbi ohne Probleme aus ihrem Käfig in den Freilauf gelangt. Sie führt direkt in die Streukiste.

Darin verteile ich Abends immer ihren Kaffeelöffel voll Trockenfutter. Das kann sie dann suchen und hamstern.  

 

Das einzelne Ästchen auf dem ersten Bild ist übrigens eine Knabberästchen. Dazu bohre ich der Länge nach in das Holz und mache von den Seiten noch ein paar kleine Löcher hinein. Dann kommen ein paar Gammarus und Mehlwürmer hinein. Getrocknete natürlich. Und mit einem Maiskorn wird das ganze dann verschlossen. Ein paar Wochen hat sie daran dann schon zu knabbern.

Innendesign

Heute habe ich Schnubbi ihren Käfig um geräumt. Warum? Einfach nur so weil ich dachte es wäre schöner wenn sie mehr Platz zum Wühlen hat. Sie buddelt ja immer sehr gerne auf der Suche nach ihrem Trockenfutter. Jeden Tag kommen davon ein bis zwei Kaffeelöffel in die Streu unter gemischt und sie fängt an.

Unter der Buddelkiste hat sie einen Teil ihrer Vorräte eingelagert und die gesamte offene Seite bis auf den Zugang mit Streu verschlossen. Darum dachte ich mir es wäre lustig wenn ich die beiden Klopapierrohre als Eingänge reinlege.

Aber darüber war sie überhaupt nicht begeistert. Sie hat die ganze Aktion aufmerksam beobachtet und danach angefangen alles zu beschnüffeln und die Zugänge zu probieren.
Nach einem zaghaften Versuch eine der beiden Röhren zu bewegen musste sie sich klar machen das sie einfach zu klein für so einen Kraftakt ist. Sauer lief sie dann in die gegenüberliegende Ecke des Käfigs und hat dort ein wenig Streu mit den Pfoten herum geschoben. An der Stelle hatte ich zwar nichts geändert, aber sie hat damit klar gestellt das sie das letzte Wort in ihrem Käfig hat. Und schon ging es wieder ins Bett.

Vorräte fürs Klo

Gestern war es wieder an der Zeit das ich ausmisten musste. Einen Teil der Käfig Streu habe ich mit einer Kehrschaufel entsorgt und durch frische ersetzt. Wann es soweit ist mache ich nicht abhängig von von einem bestimmten Zeitraum sondern allein von der Art der Nutzung.

Schnubbi ist es seit einigen Wochen zu umständlich geworden jedes Mal die Weidenbrücke in ihre Sandkiste hoch zu laufen für das kleine Geschäftchen. Natürlich bevorzugt sie eine Stelle an die ich nur schlecht heran komme. Und was liegt dort besser als die Vorräte welche sie dort ebenfalls bunkert.

Im Gegensatz zu uns bunkern Hamster recht gerne ihre Vorräte auf dem Klo. Der Geruch würde in der freien Natur ihre Besitzansprüche unterstreichen und die Konkurrenz fern halten. Wenn man wie ein Hamster, ein Einzelgänger ist und keine Lust verspürt Schmarotzer und andere unwillkommene Hausgäste durch zu füttern, kann man sich das Prinzip ja gerne abgucken.
“Willst du ne Cola? Bedien’ dich. Im Klo liegt ne Dose…keine Sorge, ist meine wie du riechst”

Wer immer zugreift, ist enttarnt als ein wahrer Freund den man lieber nicht kennen will.

Zudem gibt es dem Ganzen vielleicht noch eine gewisse Note. Immerhin gibt es nicht viel das ein Hamster machen kann um sich sein Essen zuzubereiten. Während sie Frischfutter meist direkt an Ort und Stelle mit genüsslichen Schmatzen vertilgt wird ein Teil des gesammelten Trockenfutters in der Klo Ecke gelagert. Wie ein guter Wein scheint es dort zu liegen um zu reifen. Von Zeit zu Zeit kommt der kleine Hamster und dreht und wendet die guten Stücke. Überprüft und kostet. Oder verpasst dem ganzen noch einmal einen Schuss vom Hausgemachten Hochprozentigen.

Eines der großen Mysterien ist die Frage: Wie kann aus einer so putzigen, kleinen Fellkugel nur etwas derartig bestialisch stinkendes kommen? Ich habe noch nie Bekanntschaft mit Kampfmitteln gemacht, aber ich denke ich könnte jeden Angreifer in die Flucht schlagen, wenn ich ihm Schnubbi ihre kleine Pipi-Sand-Tonne ins Gesicht werfe. Während er dann noch nach Luft schnappt und ihm die Tränen in die Augen schießen, hebe ich meinen Hamster hoch und rufe: “Wo das herkommt gibt’s noch mehr!”
Hamster gelten in der Hinsicht als biologische Handlabor Waffe.

Und einmal mehr kommt der Mensch der Natur in die Quere und führt sie ad absurdum. Den ganz egal wie gut etwas funktioniert und sich bewährt hat. Es darf nicht bestehen wenn es derart stinkt. Bewaffnet mit einer Tüte und Kehrschaufel tritt der Halter diesem Gasminenfeld entgegen. Hält die Luft an und seine Augen verengen sich zu Schlitzen. Dann wandern all die mühsam in so vielen Nächten gesammelten Schätze und edlen Tropfen in die Tonne. Und wenn die kleine Fellkugel den Verlust verständnislos betrauert, bekommt der Halter ein schlechtes Gewissen und gibt gleich ein paar Leckerlies zur Besänftigung und zum Trost. Und ja, was dann kommt ist bekannt. Sogleich kommt es in die Ecke und …

Ich hoffe der Leser hat nicht gerade gegessen

Der Stolz eines Hamsters

Hamster sind sozialere Tiere als man meinen könnte. Bereits seit einiger Zeit fällt mir auf das meine kleine Schnubbi morgens (das ist wann immer sie aufsteht) aus ihrem Nest hervor kriecht um dann nach mir zu sehen. Ok das muss nicht bedeuten das sie es gehofft hat aber ein weiteres Indiz ist für mich das Motzen.

Für eine Einzelgängerin die keinen Grund hat sich zu äußern, ist es doch erstaunlich wie oft meine Dame sich lautstark zu Wort meldet. Zum eben beschriebenen Moment, dem Aufstehen und mich erblicken kommt nämlich noch das sie in das Licht ihres Feindes, die Glühbirne, blickt. Sie kneift die Augen zusammen und fängt an zu quicken. Dabei bummelt sie weiter in ihre Vorratskammer. “Wie eine kleine grummelige alte Oma” dachte ich mir das letzte Mal. Warum teilt ein Einzeltier seine Stimmung laut mit? Und das sogar wenn sie meint alleine zu sein.

Heute Morgen hat sie sich mir erneut mitgeteilt. Schnubbi liebt wie fast jeder Hamster Nüsse. Und wie fast jeder zweite Hamster ist sie aber nicht in der Lage diese hartnäckigen kleinen Schatzkisten zu knacken. Dennoch gibt sie ihr Bestes und arbeitet ständig an ihrer Technik.

Nun hatte ich ihr zu ihrem Einzug bei mir eine Haselnuss geschenkt die sie wie ihren Augapfel gehütet hatte. Bei jedem Umzug in ein neues Nest wurde sie mitgenommen. Seit einiger Zeit konnte ich dann hören wie sie sich wieder verstärkt dieser Aufgabe gewidmet hat. Das knacken der Nuss. Sie buddelte sich durch die 20 cm Streu in eine frei Ecke ihres Käfigs und fixierte das Objekt der Begierde dort. So konnte die Nuss nicht davon springen wenn sie sie mit ihren kleinen Pfötchen in die Ecke presste und dann daran nagte. Nicht lange. Jeden Tag einige Minuten.
Und siehe da, gestern war es wohl soweit. Sie hat es geschafft. Und als ob sie mir darüber Bericht erstatten wollte, lag die hohle Nussschale heute Morgen in der Mitte ihres Käfigs: “Schau ich hab sie geknackt!”

Schnubbi und ihre Schälchen

Von Anfang an hatte meine Schnubbi zwei Schälchen. Eine kleinere schwarze in der ich ihr jeden Tag das Frischfutter anbiete und eine grosse grün/gelbe in der sie einen Teil ihrer Vorräte bunkert.

Wenn es Zeit ist und sie ihr Frischfutter begutachtet, sitzt sie vor ihren Schälchen und legt das was ihr zusagt aus dem schwarzen in das grün/gelbe Schälchen. Was immer ihr nicht schmeckt lässt sie liegen und ich darf es entsorgen. Dann setzt sie sich in ihre Auswahlschale und beginnt zu knabbern.

So ging das immer bis zu der Nacht als sie beschlossen hatte das der Platz in der grün/gelben wohl nicht mehr ausreicht. Daraufhin hat sie einfach mal eine gut sortierte Auslese in die Frischfutter Schale gelegt. Ich war anfangs sogar erstaunt das es beinahe abgezählt wirkt.^^

Weil ich ihr den Spaß nicht nehmen wollte bekam sie dann die darauf folgenden Tage das Frischfutter in einer zusätzlichen kleinen Teelich Schale.

Aber auf Dauer war das natürlich nicht möglich, und so besorgte ich ihr eine zweite grosse Schüssel in der sie von nun an ihre Vorräte bunkern konnte.

Für den Moment scheinen ihr diese beiden Schalen auszureichen, wobei sie auch in ihrem Nest und auf der anderen Seite ihres Käfigs Vorräte gebunkert hat. Interessant dabei ist das sie trotz den Leckerreien in denen sie schläft, immer wieder einmal Tagsüber aus dem Neste krabbelt um sich etwas aus den Schalen zu holen. Verschlafen überprüft sie dabei dann den Inhalt der ersten und schiebt den Inhalt mit der Pfote herum, bis sie dann in einer Schale das eine Maiskorn gefunden hat auf das sie gerade Lust hatte. 😀