Heuraufen-Hütte

Gestern war wieder basteln angesagt. Neulich hatte ich etwas in der Zoohandlung gesehen, dass mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Also ab zum Onkel und losgesägt. 😀

Wie die Teile gesägt wurden habe ich auch ein wenig dokumentiert, aber dazu brauche ich wohl nicht viel zu sagen 😛

Vorder- und Rückseite

...und dazu noch Boden und Dach

Schon eine Vorstellung wie es aussehen könnte? ^^

Dann wurde der Haufen Einzelteile zusammengesetzt.

Alles zusammen für ein Gruppenbild

Zuerst die Seitenteile an die Bodenplatte.

Seitenränder an der Bodenplatte

Danach die Front- und Rückseite. Auf die Innenseiten der beiden kommen je zwei 1cm breite Leisten.

Vorne ist gleich Hinten :D

Dieses Mal habe ich nur geklebt und nichts geschraubt. Hält Trotzdem super. Natürlich nur mit Lösungsmittel freiem Holzleim.

An die Leisten habe ich dann Äste vom Apfelbaum geklebt die ich vorher der Länge nach halbiert habe. Arbeit hätte ich mir gespart wenn ich Eisstiele verwendet hätte. Aber so sieht es ein wenig natürlicher aus. ^^

Von außen …

Gespaltene Apfelbaumäste für die Raufe

…und innen …
von jeweils innen und außen

… auf beiden Seiten

Nur noch Deckel drauf

In diese Wände lassen sich nun Heu, Kräuter, Stroh usw einfüllen.

Hüttenwand als Raufe

befüllt

Noch den Deckel drauf und fertig ist die Kuschelhütte der man die Isolierung klauen kann um das eigene Nest auszubauen.
Witzige Idee wie ich finde.

Klappe zu, Affe tot :P

Sie steht nun mit den anderen Kistchen in seinem Freilauf.

Ich könnte wenn ich wollte

Aufregung im im Hamsternest! Die Nervensäge hat wieder am helllichten Tag das Klo sauber gemacht. Das erzürnt die Fellnase und sie guckt recht böse.

Verdammte Axt was ist hier los!

So bald werde ich das nicht noch einmal riskieren und den Schlaf der Gerechten stören.

Aber es gab noch mehr zu tun. Unter anderem den Auslauf für heute Nacht vorbereiten.

Freilauf des Tages

Und wie ich den Käfig verrücke finde ich hinter diesem einen komischen kleinen Haufen aus Heu und Kartonstückchen.

Heubett

Sieht aus wie ein kleines Bett. Aber wozu? Besonders gelungen scheint es nicht zu sein und der Ort war auch nicht so ideal.
Vielleicht wollte sich der kleine Mann da selbst etwas beweisen. Er braucht keine Kapok-Schoten-fluffigen Betten, keine Hanfmatten und auch keine schützenden Wände. Nein, wenn er wollte, dann könnte er sich auch sein Bett selbst machen und in einem kernigen Männerhamsterbett schlafen. Unter freiem Himmel. Er könnte sich seinen Karton selbst zerlegen und sich auf ein paar Hamsterbacken Heu einkugeln. Ja das könnte er.
Aber es ging ja nur um den Beweis. Und nach getaner Arbeit ging es dann wohl wieder ins warme kuschelige Nest.

Heutauchen

Gestern war er mal außerhalb seiner Zeit wach. Irgendwann gegen Mittag hat ich ein leises Klimpern vernommen und wie ich nachsehe saß er ganz still in einem seiner Schälchen. Die Ohren angelegt und die Augen weit aufgerissen. Da hat man ihm direkt angesehen was er in dem Augenblick gedacht hat: „Hab‘ ich mich gerade verraten? Hat er mich gehört? Wenn ich ganz still sitzen bleibe sieht er mich ja vielleicht nicht!“ Pech. Ich habe ihn gesehen gleich und die Gelegenheit ergriffen. Erst einmal gab es Leckerchen und dann ging es auf die Waage. Nur 129 Gramm hatte er. Das kommt wohl von der vielen Rohkost, der vielen Bewegung und dem warmen Wetter. Nicht dramatisch. 129 Gramm sind noch immer gutes Mittelgewicht.

Mittelhamster:
Weibchen 80 – 150 g
Männchen 100 – 160 g

Roborowski Zwerghamter: 25-40 g
Dsungaren und Campbell: 35-60 g
Chinesische Streifenhamster: 30-50 g

 

Danach gab es Kleinsaat in das Heuschüsselchen damit er sich beim hamstern auch ein wenig anstrengen muss.

Erst mal die Nebenhöhlen frei bekommen 😛

Dann wird die zweite Schüssel gecheckt…

Wie Ostereier suchen hier. Überall liegt was versteckt…

Und mit dem Blick wie ich ihn erwischt habe verabschieden wir uns auch wieder für heute 😀

Ein neuer Karton

Heute bekommt das Bärchen einen neuen Buddelkarton in den Auslauf. Mit freundlicher, aber nicht kostenloser Unterstützung von Amazon (Bestechungen werden gerne angenommen, da bin ich nicht so moralisch ihr Geizhälse. Der Hamsterpapa bräuchte mal wieder einen neuen 24” Monitor zum besser bloggen…kommt schon, seid mal nicht so 😛 )
Alles was ich hierfür bestellen musste, war ein neues Netbook und eine Externe Festplatte. Pah!…ein Klacks, und damit die teuersten Kartons die je ein Hamster von mir bekommen hat 😀

Der Buddelkarton für den Freilauf

Aber sicher findet ihr auch eine kostengünstigere Möglichkeit um an einen Karton zu kommen. ^^

Wozu? Unserer steht im Freilauf und dort mische ich ihm Trockenfutter und Leckerchen unter.
Abwechslung ist das Wichtigste für einen Hamster. Und in einem gesonderten Karton ist es einfacher schnell mal Streu und Heu auszuwechseln. Der frische Geruch weckt die Neugier und das Bedürfnis zu wühlen. Zudem kann man ihm jeden Tag verschiedene Möglichkeiten arrangieren wie er hinein kommen kann. Das ist Muskeltraining für die Fellnase.

Immer wieder die Zugänge neu gestalten und damit eine Herausforderung schaffen

Achtet aber darauf das Klebe- und Paketbänder aus Plastik entfernt wurden und ihr auch keine Klammern aus Metall übersehen habt, ehe ihr den Karton verwendet. Zum kleben nehme ich, wenn nötig, Malerkrepp. Das klebt nicht zu sehr und der Hamster kann es im Notfall leicht zernagen.  Noch besser ist es wenn man durch geschicktes falten und stecken ganz darauf verzichten kann. Seit kreativ 😀

Lesertipp von TheFeldhamster : Natürlich könnt ihr auch mit lösungsmittelfreiem Ponal kleben. Hab‘ ich gar nicht dran gedacht.^^

Heu ist interessanter

…als die gestern vorgestellte Stopfröhre 😀

Den Überschuss vom Stopfmaterial habe ich einfach in den Buddelkarton im Auslauf gelegt, und dieser hatte seine volle Aufmerksamkeit.

Aufregend neue Gerüche, und der Hamster macht große Augen…

Riecht alles unbekannt und der Hamster macht große Augen

Das ist neu…muss in Mund nehmen

 Das ist Neu - muss in Mund nehmen

Hier sieht man seine Zeichnung recht schön

Nur der Typ mit der Cam ist der Alte

Ein wenig verschämt posieren…

Verschähmt posieren

Kurz verstecken spielen vor der Kamera und ab ins Kokosnusshäuschen…

Aber auch hier riecht das Heu so anders, fremd und aufregend

Weiter den Ursprung der Gerüche erforschen

Ein Hamsterleben kann so spannend sein 😀

Ein hübsches Gesicht

Bis zum nächsten Mal^^

Hamsterspielzeug Nummer 1

Natürlich darf das beliebteste Spielzeug für den Hamster (wenn man den meisten Haltern glauben will) hier nicht fehlen. Die Stopfröhre!

Ihr benötigt dafür ein Stück Rolle vom Küchenpapier oder ihr nehmt gleich das von der Klorolle. Dann noch etwas Heu oder ungebleichtes, unbedrucktes Klopapier und etwas Futter und Leckerlies.

Klopapier und Heu

Vom Prinzip her ist es das Selbe wie bei meinen Knabberhölzchen, fordert aber den Hamster auf andere Weise und zielt weniger auf seine Zähne ab.

Stopft von einer Seite das Heu/Papier bis zur Hälfte hinein und füllt dann von der anderen Seite das Futter und das Leckerchen hinein. Dann stopft es auch von dieser Seite. Fertig.

Ein einfaches Hamsterspielzeug zum selber machen

Damit kann sich euer Hamster dann eine Weile beschäftigen. Heu/Papier für das Nest sammeln und nebenbei Futter hamstern. Sehr lange hat er damit aber nicht zu tun. Vor allem bei der Papier Version.^^

Frisches Gras

Nachdem Schnubbi die Baumwolle nicht sonderlich zusagt gibt es wieder Gras für das Nest. Dazu habe ich bereits vertrocknetes Weizengras aus dem Frischfutter Topf geerntet und noch ein wenig frisches Gras aus dem Garten. Das ganze in eine Schüssel und mit kochendem Wasser übergossen und eine Weile stehen lassen.
Ob man die Brühe die dabei raus kommt auch trinken könnte weiß ich nicht. Aber der Mutige Hamsterhalter kann es ja mal probieren. Auf jeden Fall stinkt es 😀

Danach kommt das Gras in ein Tuch und wird durch schleudern schon ein wenig getrocknet ehe ich es in den, auf 200 Grad vorgeheizten, Backofen stecke. Auf 50 Grad runter drehen und zusehen wie sich die Halme krümmen.^^
Ab und an auch wenden nicht vergessen damit auch alle Gleichmäßig trocknen. Und natürlich darauf achten das nix anbrennt 😀

Wenn es fertig ist dann kommt es in einen Korb damit es nicht feucht wird. Man kann dann immer wieder mal ein wenig davon in den Käfig geben, damit der Hamster es sammeln kann.

Nest gestohlen! Vorräte weg!

Gestern habe ich sie in den Auslauf gesetzt um meinen hinterhältigen Plan in die Tat umzusetzen. Ich habe ihr Nest entfernt. Schnubbi hat mich dabei genau beobachtet und wusste das es nichts Gutes zu bedeuten hat das ich so lange in ihrem Käfig fuhrwerke. Mit einer Kehrschaufel habe ich nicht nur das Nest sondern auch gleich noch ihre Vorratsecke ausgehoben.
Das muss manchmal sein wenn sie zu lange Zeit markiert hat. Aber wirklich nur ganz selten. Nichts ist schlimmer für so einen kleinen Hamster wie wenn seine Schätze weg sind und das Nest, der sichere Unterschlupf, einfach verschwunden ist.
Auch Schnubbi war ganz fertig und aufgeregt als ich sie wieder in den Käfig gesetzt hatte. Alles roch nach frischer Streu, die ich unter gemischt hatte um aufzufüllen. Sie ist dann als erstes gleich mal in ihr Nest unter die Etage, bzw. dorthin wo es sein sollte. Das es nicht da war hat sie alarmiert und sie ist in die Vorratsecke in der gegenüberliegenden Seite. In der Zwischenzeit hatte ich ihr Heu hineingelegt für das neue Nest.

Es ist selbst gesät, geerntet, und getrocknet. Also 100 Prozent Bio. Sie hat es gleich begutachtet.

Allerdings war sie einfach nicht in Stimmung gleich ein Nest anzulegen. Statt dessen war Stress abbauen angesagt und dazu drehte sie einige Runden im Laufrad.
Einige Zeit später war die kleine Maus ganz fertig und musste wie gewohnt eine Stunde schlummern. Aber wohin? Kein Nest da, alles riecht fremd. Da hat sie sich in einer ihrer geliebten Schüsseln eingekullert.

Auf dem Bildern sieht man auch das sie ganz feuchte Flanken hat. Kein Wunder wo es doch so vieles zu markieren gibt. Da arbeiten die Drüsen auf Hochtouren.

Und zurecht bekommt man als Halter ein schlechtes gewissen und streut ordentlich Futter in die Streu damit sie schnell ihre Vorräte wieder auffüllen kann.

Und heute Morgen war sie schon wieder unter ihrer Etage im gewohnten Nestplatz. Ich habe sie noch erwischt wie sie sich noch schnell einen Schluck gegönnt hat.

Und mit einem kleinen Snack ging es dann wieder in den Untergrund zum schlummern.

Wahrscheinlich muss noch eine ganze Menge getan werden bis sie sich wieder so richtig wohlfühlen kann. Das bedeutet das sie heute wohl auf den Freilauf verzichten wird.