Nest gestohlen! Vorräte weg!

Gestern habe ich sie in den Auslauf gesetzt um meinen hinterhältigen Plan in die Tat umzusetzen. Ich habe ihr Nest entfernt. Schnubbi hat mich dabei genau beobachtet und wusste das es nichts Gutes zu bedeuten hat das ich so lange in ihrem Käfig fuhrwerke. Mit einer Kehrschaufel habe ich nicht nur das Nest sondern auch gleich noch ihre Vorratsecke ausgehoben.
Das muss manchmal sein wenn sie zu lange Zeit markiert hat. Aber wirklich nur ganz selten. Nichts ist schlimmer für so einen kleinen Hamster wie wenn seine Schätze weg sind und das Nest, der sichere Unterschlupf, einfach verschwunden ist.
Auch Schnubbi war ganz fertig und aufgeregt als ich sie wieder in den Käfig gesetzt hatte. Alles roch nach frischer Streu, die ich unter gemischt hatte um aufzufüllen. Sie ist dann als erstes gleich mal in ihr Nest unter die Etage, bzw. dorthin wo es sein sollte. Das es nicht da war hat sie alarmiert und sie ist in die Vorratsecke in der gegenüberliegenden Seite. In der Zwischenzeit hatte ich ihr Heu hineingelegt für das neue Nest.

Es ist selbst gesät, geerntet, und getrocknet. Also 100 Prozent Bio. Sie hat es gleich begutachtet.

Allerdings war sie einfach nicht in Stimmung gleich ein Nest anzulegen. Statt dessen war Stress abbauen angesagt und dazu drehte sie einige Runden im Laufrad.
Einige Zeit später war die kleine Maus ganz fertig und musste wie gewohnt eine Stunde schlummern. Aber wohin? Kein Nest da, alles riecht fremd. Da hat sie sich in einer ihrer geliebten Schüsseln eingekullert.

Auf dem Bildern sieht man auch das sie ganz feuchte Flanken hat. Kein Wunder wo es doch so vieles zu markieren gibt. Da arbeiten die Drüsen auf Hochtouren.

Und zurecht bekommt man als Halter ein schlechtes gewissen und streut ordentlich Futter in die Streu damit sie schnell ihre Vorräte wieder auffüllen kann.

Und heute Morgen war sie schon wieder unter ihrer Etage im gewohnten Nestplatz. Ich habe sie noch erwischt wie sie sich noch schnell einen Schluck gegönnt hat.

Und mit einem kleinen Snack ging es dann wieder in den Untergrund zum schlummern.

Wahrscheinlich muss noch eine ganze Menge getan werden bis sie sich wieder so richtig wohlfühlen kann. Das bedeutet das sie heute wohl auf den Freilauf verzichten wird.

Ihr erstes Rosenblütenblatt

Das ist nur ein kleiner Eintrag in Schnubbis Tagebuch. Sie hatte eben ihr erstes Rosenblütenblatt. Weil Knoedl in ihrem Blog immer wieder davon berichtet das sie Rosenblüten verfüttert habe ich heute von der ersten Blüte die sich bei uns geöffnet hat ein Blütenblatt abgezupft. Ich habe es ihr eben gegeben wie sie im Freilauf unterwegs war und sie hat es gleich angenommen. Genüsslich hat sie immer wieder abgebissen und dabei eine Pfote auf meinen Daumen gelegt. Ich denke es hat ihr wirklich geschmeckt. Schade das wir nur so wenige Rosenstöcke haben. 

Wassermelone

Eben gab es für Schnubbi ein kleines Stückchen Wassermelone und ich glaube es war das erste Mal für sie. Wie immer wenn ihr etwas schmeckt hat sie es gleich schmatzend verputzt. Die Augen geschlossen. Ein Hamster der sein Futter genießt ist ein unbezahlbarer Anblick. ^^
Morgen bekommt sie ein oder zwei Kerne. Wasser- und Honigmelone. Mal sehen wie es ihr schmeckt.

Achtung: Hamster sollten Obst nur in kleinen Mengen erhalten. Zwerghamster sollten komplett auf Obst verzichten wegen Diabetes Risiko.

Wenn nicht schmeckt was aufgetragen wird

Irgendwann habe ich das Stück Tomate das sie bekommen sollte mit kochendem Wasser übergossen, weil ich mir ohnehin einen Tee gemacht hatte. Ich glaube das ist so ähnlich wie blancieren. Es hat ihr auf jeden Fall geschmeckt und ich habe es mit Broccoli versucht. Seit dem ist dieser der Renner. Sobald sie ihren “Salat” bekommt mit Broccoli schnappt sie ihn sich sofort und verschwindet mit ihm ins Nest für eine private Unterredung. Den Rest wie Haselnuss-, Apfelbaum-, Johannisbeerblätter, verschiedene Gräser und Blüten, lässt sie erst einmal liegen. Im Laufe der Nacht werden die dann zwar auch gebunkert, aber eben nicht sofort. 
Nur gibt es eben nicht jeden Tag Tomate oder Broccoli. Und das scheinen seit einigen Tagen wohl in ihren Augen die schlechten Tage zu sein.
Mir ist klar das ich jetzt wie eine Klischee-Mutter klinge, aber es macht einfach keinen Spaß wenn man sich die Mühe macht eine ausgewogene Mischung zusammen zu sammeln, Gräser zu ziehen, Gemüse zu waschen und vielleicht noch zu schälen, wenn sie dann nur schnüffelt und dann einen mit großen Augen ansieht. Mit einem Ausdruck der ganz deutlich die Frage stellt ob das für heute wieder alles ist oder ob es vielleicht noch was leckeres gibt. Und dann wendet sie sich einem ihrer Schüsselchen zu, setz sich rein, wendet mir den Rücken zu, und knabbert Trockenfutter.
Aber gut…

…dann gibt es eben an den nicht-Broccoli-Tagen ein Mehlwurm Leckerli damit keiner böse ist.

Guten Morgen kleine Maus

Ein weiterer Foto Blog weil ich beim sortieren einfach so viele knuffige Bilder gefunden habe von der kleinen Dame. Und diesmal ist das Thema:
Eben aufgestanden
Ich schätze das ein Hamster gut 4/5 seines Lebens verschläft. Kein wunder das er da auch mal zerknautscht aussieht^^

Da wird auch im Halbschlaf snacken gegangen…

Und dann wieder gemümmelt

Und wenn man eben aufgewacht ist freut man sich auch nicht sonderlich das einer gleich ein Bild macht…

Aber man muss dran bleiben damit man auch ein Bild bekommt wenn sie mal ausgiebig gähnt…

 

Gute Nacht 🙂

Parcours

Vor einiger Zeit habe ich über Schnubbi und ihre Liebe zu ihren Schälchen berichtet.
Und wenn sie aufwacht dann werden auch zuerst einmal alle auf ihren Inhalt überprüft. On the fly…

Schälchen Nummer eins

Auf dem Weg zum Schälchen

Da geht’s weiter…

Im ersten angekommen

Hier ist wohl alles ok…

Check im zweiten 

Und noch ein kritischer Blick bevor es um die Kurve geht…

über den Rand ins Dritte 

Diese wird wie immer elegant genommen…

In die Kurve legen

Und über das freie Feld zum Endspurt…

Vorbei am Wassernapf der schicken Muschel

Lecker, Broccoli.

Endlich am Ziel angekommen

Hier gibt es blancierten Broccoli

Ja ihr seht, so ein Hamster hat eine Menge zu tun. Viele Schätze, viel Verantwortung.

Innendesign

Heute habe ich Schnubbi ihren Käfig um geräumt. Warum? Einfach nur so weil ich dachte es wäre schöner wenn sie mehr Platz zum Wühlen hat. Sie buddelt ja immer sehr gerne auf der Suche nach ihrem Trockenfutter. Jeden Tag kommen davon ein bis zwei Kaffeelöffel in die Streu unter gemischt und sie fängt an.

Unter der Buddelkiste hat sie einen Teil ihrer Vorräte eingelagert und die gesamte offene Seite bis auf den Zugang mit Streu verschlossen. Darum dachte ich mir es wäre lustig wenn ich die beiden Klopapierrohre als Eingänge reinlege.

Aber darüber war sie überhaupt nicht begeistert. Sie hat die ganze Aktion aufmerksam beobachtet und danach angefangen alles zu beschnüffeln und die Zugänge zu probieren.
Nach einem zaghaften Versuch eine der beiden Röhren zu bewegen musste sie sich klar machen das sie einfach zu klein für so einen Kraftakt ist. Sauer lief sie dann in die gegenüberliegende Ecke des Käfigs und hat dort ein wenig Streu mit den Pfoten herum geschoben. An der Stelle hatte ich zwar nichts geändert, aber sie hat damit klar gestellt das sie das letzte Wort in ihrem Käfig hat. Und schon ging es wieder ins Bett.

Vorräte fürs Klo

Gestern war es wieder an der Zeit das ich ausmisten musste. Einen Teil der Käfig Streu habe ich mit einer Kehrschaufel entsorgt und durch frische ersetzt. Wann es soweit ist mache ich nicht abhängig von von einem bestimmten Zeitraum sondern allein von der Art der Nutzung.

Schnubbi ist es seit einigen Wochen zu umständlich geworden jedes Mal die Weidenbrücke in ihre Sandkiste hoch zu laufen für das kleine Geschäftchen. Natürlich bevorzugt sie eine Stelle an die ich nur schlecht heran komme. Und was liegt dort besser als die Vorräte welche sie dort ebenfalls bunkert.

Im Gegensatz zu uns bunkern Hamster recht gerne ihre Vorräte auf dem Klo. Der Geruch würde in der freien Natur ihre Besitzansprüche unterstreichen und die Konkurrenz fern halten. Wenn man wie ein Hamster, ein Einzelgänger ist und keine Lust verspürt Schmarotzer und andere unwillkommene Hausgäste durch zu füttern, kann man sich das Prinzip ja gerne abgucken.
“Willst du ne Cola? Bedien’ dich. Im Klo liegt ne Dose…keine Sorge, ist meine wie du riechst”

Wer immer zugreift, ist enttarnt als ein wahrer Freund den man lieber nicht kennen will.

Zudem gibt es dem Ganzen vielleicht noch eine gewisse Note. Immerhin gibt es nicht viel das ein Hamster machen kann um sich sein Essen zuzubereiten. Während sie Frischfutter meist direkt an Ort und Stelle mit genüsslichen Schmatzen vertilgt wird ein Teil des gesammelten Trockenfutters in der Klo Ecke gelagert. Wie ein guter Wein scheint es dort zu liegen um zu reifen. Von Zeit zu Zeit kommt der kleine Hamster und dreht und wendet die guten Stücke. Überprüft und kostet. Oder verpasst dem ganzen noch einmal einen Schuss vom Hausgemachten Hochprozentigen.

Eines der großen Mysterien ist die Frage: Wie kann aus einer so putzigen, kleinen Fellkugel nur etwas derartig bestialisch stinkendes kommen? Ich habe noch nie Bekanntschaft mit Kampfmitteln gemacht, aber ich denke ich könnte jeden Angreifer in die Flucht schlagen, wenn ich ihm Schnubbi ihre kleine Pipi-Sand-Tonne ins Gesicht werfe. Während er dann noch nach Luft schnappt und ihm die Tränen in die Augen schießen, hebe ich meinen Hamster hoch und rufe: “Wo das herkommt gibt’s noch mehr!”
Hamster gelten in der Hinsicht als biologische Handlabor Waffe.

Und einmal mehr kommt der Mensch der Natur in die Quere und führt sie ad absurdum. Den ganz egal wie gut etwas funktioniert und sich bewährt hat. Es darf nicht bestehen wenn es derart stinkt. Bewaffnet mit einer Tüte und Kehrschaufel tritt der Halter diesem Gasminenfeld entgegen. Hält die Luft an und seine Augen verengen sich zu Schlitzen. Dann wandern all die mühsam in so vielen Nächten gesammelten Schätze und edlen Tropfen in die Tonne. Und wenn die kleine Fellkugel den Verlust verständnislos betrauert, bekommt der Halter ein schlechtes Gewissen und gibt gleich ein paar Leckerlies zur Besänftigung und zum Trost. Und ja, was dann kommt ist bekannt. Sogleich kommt es in die Ecke und …

Ich hoffe der Leser hat nicht gerade gegessen

Schnubbi hat mich gebissen

Heute Morgen hatte ich ein Frühstücksei. Und immer wenn es das gibt lege ich für Schnubbi etwas zurück, da Eiweiß für die gesunde Ernährung einfach dazu gehört.

Und als die Dame eben wach war habe ich ihr zwar ein Stück getrockneten Broccoli und einen Gammarus gegeben, hatte aber das Ei völlig vergessen. Ich dachte mir es ist einen Versuch wert und ich rufe sie mal. Vielleicht schläft sie noch nicht so fest und freut sich über das Ei. Und tatsächlich kam sie wie aus der Kanone geschossen heraus geflitzt und sah mich erwartungsvoll an. Ich setzte sie auf die Etage, hielt ihr das Stück Ei hin und sie verputzte es sogleich genüsslich.

Allerdings bekommt sie Ei nie ganz, da die Gefahr besteht das sie es bunkert und erst später dann ein schlecht gewordenes Stück fressen könnte.
Ich lasse sie also unter Aufsicht abbeißen. Das hat den Nachteil das dann wohl an den Fingern der Geruch hängen bleibt.

Heute habe ich also wieder einmal gelernt: Ein Hamster im Halbschlaf, wild auf Ei und ein Daumen mit Ei Geruch der unbedingt streicheln will – das ist eine Kombination die nicht gut gehen kann. Mahlzeit.

Der Stolz eines Hamsters

Hamster sind sozialere Tiere als man meinen könnte. Bereits seit einiger Zeit fällt mir auf das meine kleine Schnubbi morgens (das ist wann immer sie aufsteht) aus ihrem Nest hervor kriecht um dann nach mir zu sehen. Ok das muss nicht bedeuten das sie es gehofft hat aber ein weiteres Indiz ist für mich das Motzen.

Für eine Einzelgängerin die keinen Grund hat sich zu äußern, ist es doch erstaunlich wie oft meine Dame sich lautstark zu Wort meldet. Zum eben beschriebenen Moment, dem Aufstehen und mich erblicken kommt nämlich noch das sie in das Licht ihres Feindes, die Glühbirne, blickt. Sie kneift die Augen zusammen und fängt an zu quicken. Dabei bummelt sie weiter in ihre Vorratskammer. “Wie eine kleine grummelige alte Oma” dachte ich mir das letzte Mal. Warum teilt ein Einzeltier seine Stimmung laut mit? Und das sogar wenn sie meint alleine zu sein.

Heute Morgen hat sie sich mir erneut mitgeteilt. Schnubbi liebt wie fast jeder Hamster Nüsse. Und wie fast jeder zweite Hamster ist sie aber nicht in der Lage diese hartnäckigen kleinen Schatzkisten zu knacken. Dennoch gibt sie ihr Bestes und arbeitet ständig an ihrer Technik.

Nun hatte ich ihr zu ihrem Einzug bei mir eine Haselnuss geschenkt die sie wie ihren Augapfel gehütet hatte. Bei jedem Umzug in ein neues Nest wurde sie mitgenommen. Seit einiger Zeit konnte ich dann hören wie sie sich wieder verstärkt dieser Aufgabe gewidmet hat. Das knacken der Nuss. Sie buddelte sich durch die 20 cm Streu in eine frei Ecke ihres Käfigs und fixierte das Objekt der Begierde dort. So konnte die Nuss nicht davon springen wenn sie sie mit ihren kleinen Pfötchen in die Ecke presste und dann daran nagte. Nicht lange. Jeden Tag einige Minuten.
Und siehe da, gestern war es wohl soweit. Sie hat es geschafft. Und als ob sie mir darüber Bericht erstatten wollte, lag die hohle Nussschale heute Morgen in der Mitte ihres Käfigs: “Schau ich hab sie geknackt!”